„Mich reizt die Kombinationvon Technik und Ökonomie“
Foto: Danielle Münch
Innovationsgeist hat Tradition in der Metropolregion. Auch Felix Brückner (23) ist ein echter Pionier. Bei der Werkzeugmaschinenfabrik WALDRICH COBURG ist er der Erste, der Maschinenbau in Kombination mit Wirtschaftsingenieurwesen dual studiert.
Ich habe mich einfach initiativ beworben. Der Studiengang, so wie ich ihn mir vorstellte, war bei WALDRICH COBURG nicht ausgeschrieben“, erklärt Felix Brückner. Der 23-Jährige studiert dual Maschinenbau mit Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Coburg. „WALDRICH COBURG gilt als guter Arbeitgeber, und ich komme hier aus der Gegend, also aus Sonneberg, deshalb dachte ich mir, ich probier‘s.“
Vier Jahre ist das her. Nach dem Vorstellungsgespräch war klar, dass die Kombi passt – für beide Seiten. Fehlte nur noch die Einschreibung an der Hochschule, und schon ging es los. Mittlerweile ist Felix im sechsten Studiensemester, hat die Grundlagen im Maschinenbau, Mechanik, Elektrotechnik, Informatik und Mathematik erfolgreich bestanden und beschäftigt sich nun vor allem mit Wirtschaftsthemen: BWL, Rechnungswesen, Kosten- und Leistungsrechnung, Logistik, Vertrieb. „Ich hatte mein Abitur auch schon im Zweig Wirtschaft gemacht. Da mich aber auch Technik total interessiert, wollte ich das kombinieren.“
Immer ein Ansprechpartner für Organisatorisches
Für das Studium im dualen Modell hat er sich entschieden, weil es vergütet ist und einen direkten Praxisbezug hat. Außerdem hat er im Unternehmen immer einen Ansprechpartner bei fachlichen und organisatorischen Fragen. „Während andere sich voll ins Zeug legen mussten, um fürs Praxissemester eine Stelle zu finden, habe ich nur einen Anruf getätigt“, berichtet er. Dieses absolviert er, auf eigenen Wunsch, derzeit im Vertrieb. Hier hilft er mit, eine Künstliche Intelligenz zu implementieren, die Verträge vorab prüft.
Die Schnittstelle zwischen Daten und Wissen interessiert ihn grundsätzlich. „Meine Bachelorarbeit will ich darüber schreiben, wie man das Wissen der Mitarbeitenden im Unternehmen halten kann, wenn sie im Alter ausscheiden“, schildert er.
IHK-Abschluss inklusive
Da sein Studienmodell ausbildungsintegrierend ist, war er im ersten Jahr in Vollzeit Industriemechaniker-Azubi. In dieser Zeit hat er an den Maschinen in der Produktion gestanden und gelernt, selbst zu drehen und zu fräsen – die perfekte Grundlage für ein umfassendes technisches Verständnis. Ergänzend zur Ausbildungspraxis im Unternehmen hat er auch die Berufsschule in Kronach im Blockunterricht besucht, zusammen mit anderen dual Studierenden.
2025 hat er seinen IHK-Abschluss gemacht. Jetzt strebt er im nächsten Semester seinen Studienabschluss an, also nach insgesamt viereinhalb Jahren. Danach würde er gerne im Vertrieb bei WALDRICH COBURG mehr Praxiserfahrung sammeln und vielleicht später ein Masterstudium absolvieren.